Pensionierung

Der Rentenanspruch beginnt am Tag des ordentlichen Rücktrittalters (65 Jahre für Frauen und Männer) und erlischt am Ende des Monats, in dessen Verlauf der Anspruchsberechtigte stirbt (Art. 21 - 23).

Die monatlichen Rentenüberweisungen werden am Ende der Anspruchsperiode, spätestens am 20. jedes Monats (Fälligkeitsverzeichnis der Renten), überwiesen. Das eventuelle Kapital wird innerhalb 2 Wochen nach Auflösung des Arbeitsverhältnissses überwiesen.

Vorzeitige Pensionierung

Ein Versicherter hat Anrecht auf vorzeitige Pensionierung, wenn er sein Arbeitsverhältnis nach dem letzten Tag des Monats, in dessen Verlauf er das 60. Altersjahr vollendet hat beendet, sofern die Freizügigkeitsleistung nicht an die Vorsorgeeinrichtung eines neuen Arbeitgebers überwiesen wird (Art. 24).

Unter bestimmten Bedingungen kann ein Versicherter eine AHV-Ueberbrückungsrente von höchstens CHF 24'000.- (Stand 2012) zwischen dem 63. und 64. Altersjahr für die Frauen und zwischen dem 64. und 65. Altersjahr für die Männer, erhalten (gemäss Gesamtarbeitsvertrag, siehe www.ccih51.ch ). Die Anmeldefrist beim Arbeitgeber beträgt 12 Monate vor Rentenbeginn. (Art. 28.3 GAV).

Teilweise Pensionierung

Mit der ausdrücklichen Zustimmung des Arbeitgebers kann der Versicherte in den Genuss einer teilweisen vorzeitigen Pensionierung kommen, unter der Bedingung, dass der beitragspflichtige Lohn um mindestens 25% im Bezug auf eine Vollzeitaktivität herabgesetzt wird (Art. 25 a).
In diesem Fall kann der Versicherte den Rentenbezug der teilweisen vorzeitigen Altersrente nicht aufschieben und jegliche Kapitalabfindung ist ausgeschlossen.

Aufgeschobene Pensionierung

Der Versicherte, der über das ordentliche Rücktrittsalter hinaus im Arbeitsverhältnis bleibt, bezahlt weiterhin Beiträge. Die Rentenzahlung wird aufgeschoben, längstens jedoch bis zum 70. Altersjahr (Art. 25).

Kapitalabfindung

Sie können die Auszahlung in Kapitalform eines Teils Ihrer Freizügigkeitsleistung verlangen, höchstens jedoch 50 %; dazu muss jedoch zwingend :

  • Ihre Absicht der Pensionskasse mindestens zwei Monate vor dem Altersrentenbezug schriftlich bekannt gegeben werden, und
  • Ihr Altersrentenanspruch nicht im Anschluss an einen Invalidenrentenanspruch erfolgen, und
  • das schriftliche Einverständnis Ihres Ehegatten vorliegen (Art. 26).

Wird die Auszahlung der Altersleistungen aufgeschoben, ist eine teilweise Kapitalabfindung ausgeschlossen (Art. 26, Abs. 4).